Meine Lieblingsplätze im Sachsenwald

Auf meinen vielen Wanderungen durch den Sachsenwald habe ich paar Plätze gefunden, die ich ganz besonders zu schätzen gelernt habe. Von diesen Orten geht eine tiefe Ruhe aus, die Zeit während einer Rast scheint dort stillzustehen. Ich werde dort immer wieder aufs Neue inspiriert und ich bringe von jedem Besuch neue Eindrücke auf meiner Kamera nach Hause.

Ich habe lange damit gehadert, diese Orte öffentlich zu präsentieren und ich weiß um die Befürchtungen der Förster und Jäger, dass solche Bilder mehr Besucher in den Sachsenwald ziehen. Angesichts des Verhaltens einiger Menschen im Wald kann ich ihre Bedenken nachvollziehen. Auf der anderen Seite braucht unser Wald den Schutz unserer Gesellschaft. Wirksamer Natur- und Landschaftsschutz ist jedoch auf gesellschaftliche Akzeptanz angewiesen und die erreichen wir nur, wenn wir zeigen, was auf dem Spiel steht. In dieser Abwägung halte ich es in für richtig und legitim, hier zu zeigen, wie schön und bewahrenswert der Sachsenwald ist.

In diesem Sinne habe ich die Hoffnung, dass meine Bilder dazu beitragen, dass wir alle den eigenen Wunsch verspüren, die besondere Schönheit unserer Wälder nicht nur zu erleben, sondern auch zu bewahren.

Idyll in der Süsterbeckshege

Der Saupark im Sachsenwald geht auf die dänische Zeit von 1816-1864 zurück. Seit dieser Zeit war das damalige königliche Hofjagdrevier zwischen Dassendorf und der Königsallee ein abgesperrtes Jagdgatter. Nach 180 Jahren wurde dieser Teil des Sachsenwaldes im Jahr 2021 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Das alles ist eine eigene Geschichte. Wer heute durch den Saupark wandert, wird immer wieder von fast entrückend idyllischen Waldszenen beeindruckt.

Einer der schönsten Plätze ist dieser Teil der Süsterbeckshege, in dem sich die kleine Süsterbek durch eine geradezu malerische Szene schlängelt.

Die Hainbuchen der Süsterbeckshege

Alte, knorrige Bäume haben es mir besonders angetan. Vom alten Baumweg, der die Königsallee am Schlichtinghaus ab kreuzt, zweigt ein kleiner überwachsener Forstweg ab, auf dessen Randwall die schönsten Hainbuchen des Sachsenwaldes stehen.

Wo die Königsallee über die Süsterbek führt, findet sich dieses lauschige Plätzchen, wo man bei Bedarf seine wandermüden Füße erfrischen kann.

Verbotenes Paradies

Es ist ein geradezu magisch anmutender Platz. Alte knorrige Eiche säumen das Ufer eines kleinen Teiches, zu dem die Kammerbek im Knopshörn aufgestaut wurde. Die schönste Eiche von allen, wenn nicht sogar die schönste im ganzen Sachsenwald, scheint mit ihren weit ausladenden Äste die physikalischen Gesetze von Schwerkraft und Statik zu ignorieren. Wer an diesem Platz steht, wird verstehen, warum den alten Germanen solche Eichen heilig waren. In meinem Fotoarchiv heißt diese Eiche daher Donar.

Leider, oder muss man sagen, zum Glück, liegt dieses Idyll jedoch mitten im ausgewiesenen Seeadlerschutzgebiet. Wer dieses Schutzgebiet betreten will, braucht eine Erlaubnis, Ansprechpartner ist die untere Naturschutzbehörde. Ich rate dringend davon ab, das Seeadlerschutzgebiet ohne vorherige Genehmigung zu betreten, denn der Horstschutz der besonders geschützten Seeadler wird in Schleswig-Holstein sehr ernst genommen. Zuwiderhandlungen können nicht nur mit Geldbußen, sondern auch mit dem Einziehen der Fotoausrüstung geahndet werden.

Vor diesem Hintergrund haben die Fotografien, die ich dort anfertigen durfte, einen ganz besonderen Wert für mich.

Blog-Artikel zu diesem Platz:

 

Ebenfalls an der Kammerbek findet sich in der Schwarzen Riede eine malerisch gelegene Lichtung, die von dieser prächtigen Eiche beherrscht wird.

Mitten im Saupark befindet sich ein alter Hutewald, in dem früher Schweine zur Mast getrieben wurden. Dieser lichte Eichenhain ist zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert.

Die über 400 Jahre alten Fürsteneichen sind leider Geschichte. Die älteste Eiche ist bereits gefallen, eine weitere ist abgestorben und die dritte durch eine Blitzschlagrinne stark geschädigt. Der Platz ist trotzdem eine Wanderung wert, weil die umgestürzte Eiche eine fast surreale Szene geschaffen hat, die wirklich ergriffen macht.

Der von Eichen gesäumte Wiesenweg, der am südlichen Rand des Kupferberges vorbeiführt, ist für mich der schönste Weg im Sachsenwald. Auf jeden Schritt ein Fotomotiv!

Wer aufmerksam auf dem Hauptweg durch die Kämpenhege wandert, wird eine kleine lichte Stelle entdecken, die durch eine gebrochene Eiche geprägt ist. Ich habe ihr im Fotoarchiv den Namen Last Samurai gegeben, weil sie gebrochen, aber stolz aufrecht den Platz beherrscht. Kein Weg durch die Kämpenhege ohne ein Bild vom Last Samurai!

Begrabt mein Herz an der Biegung des Flusses. Das Naturschutzgebiet im Billtal ist eigentlich ein 8 km langer Lieblingsplatz. Aber dort, wo im Fahrenhorst in Höhe von Sachsenwaldau diese Schwarzerlengruppe an der Uferböschung emporragt, ist ein ganz besonders schönes Fleckchen. Die Schwarzerlengruppe trägt in meinem Fotoarchiv den Namen Undine.

Ebenfalls im Fahrenhorst am Rande des Billewanderweges liegt dieser schöne Platz, der ganz besonders zur Rast einlädt. Merke: Es gibt keine Sitzbänke im Sachsenwald!

Auenidylle pur bietet die Schwarze Au an dieser Stelle in der Brunsrade.

Die Auwiesen der Schwarzen Au liegen zwischen der Brunsrade und dem Hülshorst. Ein schöner Weg vermittelt immer wieder neue Einblicke in dieses wertvolle Biotop.

Dieser Platz in der Vierthege vermittelt insbesondere im Sommer ein intesives Waldgefühl. Das weiche Licht und der harzige Duft der Tannen schaffen hier eine inspirierende Atmosphäre, in der das Fotografieren ein ganz besonderer Genuss ist.

Der „Hirschvater des Sachsenwaldes“ Bernhard von Goldammer hat im Stangenteichshorst ein Denkmal bekommen, das in der Liste meiner Lieblingsplätze natürlich nicht fehlen darf.

Wo der Baukamp in das Tal der Schwarzen Au abfällt, bietet der Buchenwald viele schöne Fotomotive. Am Wochenende ist es hier allerdings recht belebt, so dass ich diesen Platz nur unterhalb der Woche empfehlen kann.

Wem der Billewanderweg zwischen Aumühle und Ohe zu voll ist, sollte mal das Wegstück im Witzhaver Berg, Großer Braak und Heidkamp probieren. Dieser Zwickel bei Kuddewörde ist durch die BAB 24 und die Sachsenwaldstraße abgeschnitten und daher immer etwas ruhiger.

Wo der Wald auf Wasser trifft, finden sich immer besonders schöne Flecken, so wie hier am oberen Stangenteich, der sich auf diesem Bild in winterlicher Ruhe präsentiert.

Der untere Stangenteich präsentiert sich im Herbst in einer berauschenden Schönheit, die schon fast ins Kitschige geht.